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Projekt 2013 12 20


Weihnachtsfeier mit doppeltem Einsatz

Wie erhofft oder auch befürchtet gab es auch dieses Mal von Feierabendmusik musikalische Beiträge zur Vivai-Weihnachtsfeier. So ganz selbstverständlich war das nicht, da es im Sommer eine schwerwiegende personelle Umstellung und größere Probenpausen gab. Woraufhin ich die Lust am Projekt etwas verloren hatte. Aber im Herbst ging es mit dem Ziel Weihnachtsfeier vor Augen dann erfreulicher Weise doch weiter.

Teil 1: Weihnachtliches vom Gesangstrio mit Klavierbegleitung

Unsere Sängerinnen (inzwischen zum Trio angewachsen) hatten diesmal auf Kostümierung bestanden. So liefen wir gegen 21 Uhr verkleidet in den Saal ein. In voller Montur waren zu bewundern: Anja G. als Engel, Susanne L. im Rentierkostüm und Ivonne W. als Weihnachtsfrau. Ich hatte mir 'ne puschelige Elchmütze besorgt – das musste einfach reichen.

Für die Moderation hatte ich alle Texte geschrieben (hier als PDF-Download) und – als Gag – Schilder zur Steuerung der Publikumsreaktionen angefertigt. Davon kamen zum Einsatz: APPLAUS, MEHR und ZUGABE. Marcus K., der spontan und fast freiwillig als Conferencier für die ursprünglich geplante Besetzung eingesprungen war, machte seine Sache wirklich prima.

Collage von Fotos des kostümierten Gesangstrios (Anja G., Susanne L, und Ivonne W.) des Pianisten Michael Herberts und des Conferenciers Marcus K während des Auftritts. Alle Fotos stammen von Vivai.

Musikalisch ging es – quasi zum Warmwerden und Einsingen – los mit „O du fröhliche”. Höflicher Applaus. Für's zweite Lied „Christmas time is here” gab es dann von Marcus und mir eine Publikumskurzschulung, da der Song mit – nennen wir es mal – ungewöhnlichen Harmonien aufgebaut ist. Die Resonanz meines Lieblingsweihnachtssongs 2013 war schon bei den Sängerinnen bei den Probem uneinheitlich gewesen. Die Einschätzungen reichten von „sehr schön” über „unentscheiden, geht so” bis „ganz schrecklich”. Das Publikum hielt denn auch tapfer durch und musste mit den Schildern „MEHR” „APPLAUS” nur etwas angestachelt werden. Geht doch ;-)

Zur Belohnung für alle gab es dann mit dem „Weihnachtsglockenmedley” Vertrautes zu hören. Ursprünglich hatten wir in der Vorbereitung nur „Süßer die Glocken nie klingen” ausgewählt, aber dann wurde in (m)einem Anfall von Wahnsinn aus der Erstellung eines Intros dann doch ein Medley – mit der Ergänzung um Big Ben, Jingle Bells, Kling Glöckchen klingelingeling.

Zum offiziellen Abschluss erklang der Weihnachtsklassiker „White Christmas” in der Langfassung. Also mit der Strophe. Gesungen wurde zweistimmig. Aufbrandender Applaus konnte durch Zeigen eines weiteren Schildes erfolgreich um ZUGABE-Rufe ergänzt werden. Kuuuhl, so hatten wir uns das vorgestellt. Manchmal will das Publikum einfach gelenkt werden – glaube ich ;-)

Der Hammer

Mit „Que sera, sera” kam es dann, wie es kommen sollte. Besagte Zugabe entpuppte sich als der Hammer! Das Publikum ging so richtig mit. Yeah! Zur Vorgeschichte: Das Stück hatte Susanne mal auf einer Probe angesungen und Ivonne hatte spontan miteingestimmt. Huch! Soviel Begeisterung! Freiwillig! Das musste ich natürlich ausnutzen und hatte mir die Noten besorgt und den Titel ins Repertoire aufgenommen. Offenbar eine gute Entscheidung.

Teil 2: Die Überraschung „Blume von Vivai”

Zu ganz später Stunde gab es dann noch die eigentliche musikalische Überraschung des Abends. Bettina H. und Thomas H.-M. traten als Uta B. Sax und Rex T. Gildo mit einer Parodie von „Blume von Hawaii” und „Du traumschöne Perle der Südsee” auf. Ich machte die Klavierbegleitung. Im Vorfeld durfte nichts Essentielles über die Performance durchsickern. Vor allem nicht die Besetzung. Schließlich sollte ja eine Überraschung werden. Beide Titel entstammen der Operette „Blume von Hawaii” von Paul Abraham und wurden in den 1970er Jahren vom deutschen Fernsehen mit den Stars der Zeit neu eingespielt. Vorbild für unsere Parodie war eine Fernsehstudioproduktion mit Sax und Gildo, welche auf Youtube ( www.youtube.com/watch?v=NFrCwHaA4Fk ) auf eigene Gefahr angeschaut werden kann.

Damit unser Publikum nicht gänzlich unvorbereitet war, hatte ich im Vorfeld eine E-Mail verschickt, in der ich darauf verwies, dass das Anschauen des Videos wichtig für die Weihnachtsfeier sei und dass man da jetzt durch müsse.

Collage aus Fotos der kostümierten Akteure  Bettina H., Thomas H.-M. und Michael Herberts während Ihrer Parodie von "Blume von Hawaii". Die Fotos stammen von Vivai.

Zur Darbietung gab ich – bevor ich mich zum Digipiano begab – den Conferencier. Ausnahmsweise konnte ich kleidungsmäßig nahezu mit dem kultigen 70er-Jahre Outfit der Hauptakteure mithalten, denn zum Glück hatte ich da noch was im Fundus :-) Ach ja: Wen mein Einführungstext interessiert: Hier gibt's ihn als PDF.

Die Vorstellung lief zwar nicht so ganz glatt wie erhofft, dafür war es aber live und in Farbe. Das Publikum hatte dennoch ganz offensichtlich einen Riesenspaß. Und das war schließlich die Hauptsache. Mission erfüllt, Überraschung geglückt.

Am Rande bemerkt:
Auf die Auswahl der beiden Stücke war ich diesmal ohne Einfluss und hatte einfach mal „Ja” gesagt, als ich gebeten wurde, den Pianisten zu mimen. Da konnte ja nicht sooo schlimm werden, dachte ich, denn die Hauptlast würden ohnehin die Sänger schultern müssen. Doch weit gefehlt. Denn beide Stücke sind a.) nicht mein Musikgeschmack b.) spiel- und gesangstechnisch wirklich "nicht ohne” und c.) der Text oh nein, ist… unsäglich… schmalzig.
Auch wenn wir schlussendlich nur zwei gemeinsame Abstimmungsproben brauchten, war in der Vorbereitung richtig viel üben angesagt. Da Bettina beide Stücke (auswendig!) direkt hintereinander sang, schrieb ich mir eine Klavierüberleitung – von der „Blume” hin zur „Perle” sozusagen.

Playlist

Gesungen und gespielt wurden in Teil 1

  1. O du fröhliche
  2. Christmas time is here
  3. Weihnachtsglockenliedermedley (Jingle Bells, Kling Glöckchen klingelingeling, Süßer die Glocken nie klingen
  4. White Christmas
  5. Que sera, sera (Zugabe)

Und in Teil 2 als Medley

  1. Blume von Hawaii
  2. Du traumschöne Perle der Südsee

Alle Fotos stammen übrigens von Vivai.

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