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Fotocollage zum Projekt 'Musikalischer Glückwunsch zum 16ten Geburtstag' mit Standfoto aus der Filmszene, meinen Noten und Notizen, sowie einem Screenshot der Timeline des Mixes in Garageband Projekt 2013 07 15-18


Musikalischer Glückwunsch zum 16ten Geburtstag
(oder auch: The Third Baker Boy – never missed ;-)

Für den 16ten Geburtstages einer Tochter von Freunden, wollte ich die Version von „You're sixteen” der „Fabelhaften Baker Boys” (aus dem gleichnamigen Film) als Aufhänger für ein (Klaviernoten)-Geschenk nehmen. Für mehr Geburtstagsflair kombinierte ich das Stück mit dem bekannten „Happy birthday”-Song.

Vorbereitung

In Erinnerung, dass das Baker-Boys-Lied am Ende des Films platziert war, hatte ich mir in der Vorbereitung den Film auf DVD durch angesehen und war dann auch bezüglich der Szene schnell fündig geworden. Bei Youtube findet man den entsprechenden Filmausschnitt übrigens auch unter: http://www.youtube.com/watch?v=aoqKM6rTPRQ

Die Musik des Filmausschnittes sicherte ich als Audiodatei auf einem Mac und brannte mir auch eine Ein-Titel-CD davon, um diese später zum Nachspielen/Einüben verwenden zu können. Als nächstes galt es, sich die Noten zu besorgen, was gar nicht so einfach war, weil der Titel eben nicht als „Sweet sixteen” (wie im Film) sondern tatsächlich unter „You're sixteen” zu finden war. Nach dem Kauf einer ersten Version über einen Onlinenotenshop, habe ich dann einen ersten Mitspielversuch am Klavier unternommen und etwas frustriert festgestellt, dass die Baker Boys-Aufnahme weder in C-Dur noch in Cis-Dur erklingt, sondern irgendwo dazwischen liegt. Dass die Tonstimmung nicht passte, war ein echtes Problem, das es zu lösen galt. Wie es gelöst wurde, kann man hier erfahren.

Happy Birthday

Nun zum zweiten Musikstück: Konzeptionell sollte ja „Geburtstagsfeeling” rein. Da lag es nahe, sich das allseits bekannte „Happy birthday” näher anzusehen. Ergo habe ich die Melodie des Liedes skizzenmäßig ganz „analog” mit Bleistift in ein Notenheft (in C-Dur) notiert und dann am Klavier sitzend die Basisakkorde dazu herausgesucht. Weil das aber etwas zu „einfach” klang, habe ich an die Akkorde verändert. Anschließend wurden die Noten für die rechte und linke Hand grob notiert und einige Male an dem Arrangement gefeilt (da einen langsamen Lauf, dort einen Triller usw.). Die vollständige Klavierversion von „Happy birthday” kann man sich übrigens auf der Klangbeispielseite anhören.

Aufbau der Collage

Als Kontrast zum quirligen „You're sixteen” spiele ich „Happy birthday” eher getragen, feierlich. Es schien mir reizvoll, dass „Happy birthday” den Baker-Boys-Titel auch musikalisch umrahmt. Klar, ich hätte der Einfachheit halber zweimal „Happy birthday” spielen können, einmal zu Beginn und einmal am Schluss. Um die Sache etwas spannender zu machen, beschloss ich die Melodie zu teilen. Als Schnittpunkt schien mir die Stelle um der letzte „happy” im Liedtextes geeignet.

Somit sah der Aufbau der Collage wie folgt aus:

  1. Happy Birthday Teil 1 gespielt von mir: „Happy birthday to you, happy birthday to you, happy birthday liebe ****, happy”
  2. „You're sixteen” (Kurzversion der Baker Boys mit Schlussakkord C7, ergänzt durch die von mir parallel auf dem Digipiano eingespielte Melodie)
  3. Kleiner Übergangslauf vom eingestrichenen G bis zum zweigestrichenen F, dann weiter mit Happy Birthday Teil 2 – auch wieder von mir gespielt.

Und so klingt's

Das Resultat meiner Bemühungen, kann man sich ausschnittsweise anhören:
Ausschnitt anhören: MP3-Datei (ca. 680KB)

Weitere Infos zum Projekt

Für alle, die noch mehr erfahren möchten, habe ich hier noch ein paar Infos (auch technischer Natur):

Analyse der Baker-Boys-Version von „You're Sixteen”

Eine zweite gekaufte Onlinenotenversion dieses Titels hatte ein ähnliches Akkordintro wie das, welches Jeff Bridges spielt. Das erleichterte mir ein wenig die Arbeit. Beim Check, fiel auf, dass die gesamte Baker-Nummer ist im Vergleich zu den Originalnoten deutlich gekürzt ist und auch ohne die üblichen Wiederholungen auskommt. Auch finden sich – wie zu erwarten – die improvisierten Klangelemente nicht im Kaufnotensatz wieder. Weil ich – als quasi dritter Baker Boy ;-) – die Melodie mitspielen wollte, habe ich die verkürzte Version des Songs einem Notensatzprogramm (Finale print 2011) eingegeben und mit ein paar Baker-Veränderungen (gegen Titelende) für als Spielstütze ausgedruckt. So ausgestattet ging es ans Einüben, denn die Bridges-Brüder spielen doch ziemlich rasant. Puuh.

Ton-Stimmung anpassen - recht einfach per Digipiano

Wegen der angesprochenen unterschiedlichen Stimmungen von Baker-Einspielung und meinem Digipiano, musste ja noch eine Lösung gefunden werden. Die bestand darin, mein Piano umzustimmen. Dazu habe ich mich durch die glücklicherweise vorhandenen Einstellmöglichkeiten meines Yamahapianos gekämpft und konnte es in Hörtests annähernd auf den Bakerklang einstellen. Ein echter Vorteil gegenüber einem „normalen” Klavier oder Flügel. Gute Dienste leistete mir dabei die gebrannte CD mit dem Bakertitel, welche über einen CD-Player einer Stereoanlage in einer Endlosschleife abgespielt wurde, während ich den Pianoklang auf Kurs brachte. Die Tonart liegt übrigens nicht ganz einen Halbton höher als C-Dur. Also eher Cis-Dur in temperierter Stimmung, oder so ähnlich.

Anmerkung: Wenn ich das im Film richtig gesehen habe, greift Jeff Bridges – am linken Klavier – C-Dur-affine Akkorde. Wenn das korrekt ist, stellt sich mir die Frage: Wie kommt es dann zu einer derartigen großen „Ver”-Stimmung? Aber vielleicht spielen die Baker-Jungs ja doch in Cis-Dur...

Aufnahme-Sessions

Das Einspielen selbst war erstaunlich aufwändig. Erstens überraschte mich, sobald an dem kleinen Digirecorder (ein älteres Zoom-Modell) die Aufnahmefunktion lief, eine Art Lampenfieber – und ich spielte noch weniger fehlerfrei als sonst – verflixt aber auch. Dann traten beim anschließenden Abhören Fehler auch noch deutlicher zu Tage, als ich sie während des Einspielens wahr genommen hatte. Also noch einmal das Ganze. Insgesamt 23 Aufnahmen verteilten sich auf folgende vier Aufnahmeblöcke:

  1. „Happy birthday” komplett
  2. „Happy birthday” Teil 1, als Vorspiel (bis zum Cut)
  3. „You're sixteen” (Melodie)
  4. „Happy birthday” Teil 2, das Nachspiel

Digitale Collage

Zusammengeführt wurden alle Melodien – die selbst eingespielten Teile 2, 3 und 4, wie auch die Baker-Boy-Version – als Audiodateien in „Garageband” von Apple. Nach etwas Einarbeitung in das Programm (es wurden neben exakter Positionierungen vor allem Lautstärkeangleichungen durchgeführt), konnte ich dann den fertigen Mix als MP3-Datei exportieren.


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